Signale sind ein elementar wichtiger Bestandteil eines Stellwerks, richtet der Lokführer doch seine Fahrweise nach ihnen aus. Es gibt verschiedene Ausprägungen von Signalen, die unterschiedlichen Zwecken dienen können.
Hauptsignale sind die für Zugfahrten relevanten und damit die wichtigsten Signale. Sie zeigen im normalen Betrieb entweder Rot oder Grün an. Andere Signalbegriffe wie Langsamfahrt werden im Stellwerk nicht angezeigt, da für den Fahrdienstleiter nur Halt und Fahrt relevant sind. In Grundstellung zeigen die Signale Halt, nach dem Einstellen einer Fahrstraße kommen sie selbsttätig in die Fahrtstellung. Hat der Zug das Signal passiert, fällt es ebenfalls selbsttätig wieder auf Halt. Zu den weiteren Funktionen eines Signals siehe Kapitel Fahrstraßen.
Je nachdem, welche Fahrmöglichkeiten an einem Signal bestehen, kann es in drei verschiedenen Varianten auftreten:
An einem „normalen“ Hauptsignal wie diesem sind nur Zugfahrten möglich, es kann ab diesem Signal also nicht rangiert werden. Zur Einstellung der Fahrstraße ist an diesem Signal eine rote Taste vorhanden.
In Stellwerken ohne Schutzsignale ist dies der einzig vorhandene Typ von Hauptsignalen. Rangierfahrten werden dort mit Hilfe der Taste „Rf“ durchgeführt.
Das Hauptsperrsignal unterscheidet sich vom zuvor genannten Signal durch die Möglichkeit, Rangierfahrten ab diesem Signal durchzuführen. Die Erlaubnis zur Rangierfahrt wird durch das Signal „Sh1“ gegeben. Auf dem Stelltisch erscheint dafür ein schräger weißer Balken.
Auch diese Signale besitzen wie die „normalen“ Hauptsignale eine rote Taste. Zusätzlich kann auch eine graue Taste vorhanden sein. Diese wird zur Einstellung von Rangierfahrstraßen benutzt. Zum Rangieren siehe das Kapitel Rangierfahrten.
Ein Gleisabschluss, welcher hier im Sim mit einem Signal gekennzeichnet wird, kann als normales Signal oder mit einem speziellen Gleisabschlusssignal gekennzeichnet werden. Dieses Signal dient nur als Zielsignal für Fahrstraßen und kann keinen Fahrtbegriff anzeigen. Hier einige Beispiele für das Gleisabschlusssignal:
Hin und wieder sind unsere Signale leider auch mal gestört. Bei einer Störung sind beide Hauptlichter (Rot und Grün) aus oder aber auch an - das kann man bei einer Störung nie so genau sagen. Jedenfalls wird kein Zug an einem gestörten Signal vorbeifahren.
Dafür bieten die Signale das Signalbild „Zs1“ (Zusatzsignal 1, auch Ersatzsignal genannt). Zs1 erlaubt die Vorbeifahrt eines Zuges „auf Sicht“, d.h. der Zug darf nach dem Signal ganz langsam fahren (max. 40 km/h). Zs1 ist immer dann sinnvoll, wenn ein Signal eine Störung hat und deshalb keine Fahrstraße geschaltet werden kann. Der Fahrdienstleister (der Spieler - Sie!) ist dafür verantwortlich, dass nach dem Signal alles sicher ist für den Zug, d.h. alle Weichen richtig gestellt sind und kein Zug die Strecke blockiert oder kreuzt. Nachdem ein Zug das Zs1 zeigende Signal passiert hat, wird das Signal wieder auf Rot geschaltet - war es defekt, zeigt es zwar auf dem Gleisbild Rot, ist es aber nicht. Der nächste Zug wird sich dann schon melden.
Ein Zug fährt nach Zs1 in der Regel bis zum nächsten Signal maximal 40 km/h. Diese Geschwindigkeitsbegrenzung kann aber auch schon vorher enden, wenn der Erbauer des Stellwerks eine entsprechende Funktion eingebaut hat.
Zum Schalten eines Signals auf Zs1 muss man zuerst den Knopf am Signal und danach die Taste „ErsGT“ (Ersatzsignal-Gruppentaste) am oberen Rand des Gleisbilds drücken. Das Signal muss vorher Rot gewesen sein. Ein eingeschaltetes Ersatzsignal erkennt man am weißen Licht am Signal unterhalb des rot/grün Ovals. Defekte Signale lassen sich manchmal auch in Zs1 schalten. Nochmaliges Drücken schaltet Zs1 ab und das Signal wieder auf Rot, sofern es funktioniert. Ist es noch defekt, wird der nächste Zug es garantiert wieder melden.
Da Zs1 eine zählwerkspflichtige Hilfsbedienung ist, wird bei jeder Bedienung von Zs1 mit einem Signal das Zählwerk rechts im schwarzen Block um eine Stelle weiterspringen. Mehr zu Zs1 bei stellwerke.de.
Schutzsignale dienen der Durchführung von Rangierfahrten. Sie können die Vorbeifahrt am Signal entweder verbieten (kenntlich durch einen roten Balken) oder aber zulassen, was durch einen weißen, diagonalen Balken im Signalsymbol angezeigt wird.
Zur Fahrstraßeneinstellung verfügen sie über eine graue Taste im Gleisband. Wird eine Rangierfahrstraße ab dem Schutzsignal eingestellt, wechselt es selbsttätig in die Fahrtstellung. Zusätzlich kann ein Schutzsignal mit der Taste „Sh“ auch ohne anliegende Fahrstraße in Fahrtstellung gebracht werden.
Führt eine Zugfahrstraße an einem Schutzsignal vorbei, wird dieses automatisch in Fahrtstellung wechseln.
Mehr zum Rangieren: Rangierfahrten.
Ein Zugdeckungssignal teilt ein Gleis in zwei Abschnitte ein, in denen sich jeweils ein Zug befinden darf. Im Sim werden sie vor allem benötigt, um Züge miteinander zu kuppeln.
In Grundstellung zeigt ein Zugdeckungssignal Kennlicht (ein weißes Licht) und erlaubt damit die Vorbeifahrt. Mit der Taste „Sh“ oben im Gleisbild kann es in der Haltstellung festgelegt werden. Das Signal zeigt dann Rotlicht, die Festlegung wird mit einem gelben Leuchtmelder angezeigt.
Zur Fahrstraßenbildung mit Zugdeckungssignalen siehe das Kapitel Fahrstraßen.
Vorsignale gibt es im STS nur an Ausfahrten und zeigen (bei ordnungsgemäßer Verknüpfung durch den Erbauer) das Signalbild des ersten Signals im direkt verbundenen Stellwerk an. Vorsignale zeigen also auch an, ob ein Nachbarstellwerk besetzt ist oder nicht. Gibt es an einer Ausfahrt KEIN Vorsignal so ist diese Ausfahrt nicht mit einem Nachbarstellwerk verbunden.
Es gibt bei Vorsignale 3 Betriebszustände:
Hinweis: Es kann durchaus auch vorkommen, dass die Datenübertragung zwischen den Stellwerken etwas länger dauert und das Vorsignal ggf. noch Fahrt anzeigt, obwohl das zugehörige Hauptsignal im Nachbarstellwerk bereits auf Halt steht. Außerdem kann es nach Betreten des Nachbarstellwerks wenige Minuten dauern, bis die Vorsignale aufleuchten. Dies ist nicht beeinflussbar.