Nicht alle Züge fahren in unveränderter Anordnung vom Start- zum Zielbahnhof. Es kann auch vorkommen, dass unterwegs Wagen abgehängt oder beigestellt werden. Auch können sich zwei Züge zu einem zusammenkuppeln und vereint weiterfahren. Umgekehrt trennt sich ein Zug in zwei Teile auf, die dann zu unterschiedlichen Zielen weiterfahren. Dies wird als „Flügeln“ bezeichnet.
Sollen Züge gekuppelt werden, so ist dies im Info&Funk-Bereich ersichtlich. Grundsätzlich gilt, dass ein ankuppelnder Zug immer von hinten an den ersten Zug kuppelt.
In diesem Beispiel soll also ICE 545 hinten an den ICE 555 angehängt werden. Der so entstandene Zug behält dann den Namen des ersten Zuges, hier also ICE 555.
Damit zwei Züge gekuppelt werden, müssen sie logischerweise im selben Gleis stehen. Mit den „normalen“ Fahrstraßen ist dies aber nicht möglich. Um in ein besetztes Gleis zu fahren, gibt es mehrere Möglichkeiten:
Haben die Züge die Kupplung vollzogen, wird dies im Info&Funk-Bereich gemeldet.
Die Lokführer wissen, wann sie flügeln müssen und werden nach Erreichen des Planhaltes den Zug trennen. Beim Flügeln behält immer der vordere Zugteil die Zugnummer, der hintere erhält eine neue. Im Info&Funk-Bereich werden Detailinfos zum Vorgang, wie die neue Nummer des hinteren Zugteils angezeigt.
Der ICE 644 kuppelt hier also einen Zugteil ab. Dieser wird anschließend als ICE 654 seine Fahrt fortsetzen.
Stehen die beiden Züge noch hintereinander im Gleis, wird bei Fahrt zeigendem Signal nur der vordere Zug abfahren. Für den hinteren Zug muss erneut eine Fahrstraße eingestellt werden.